José Cura wurde am 05. Dezember 1962 in Rosario, Argentinien, geboren. Mit 16 Jahren begann er Komposition bei Carlos Castro und Klavier bei Zulma Cabrera zu studieren und setzte 1982 sein Studium an der Kunstschule der staatlichen Universität von Rosario fort. Ein Jahr später wurde er Assistent des Dirigenten des Universitätschores. Nachdem er ein Stipendium gewonnen hatte wechselte er zur Kunstschule des Teatro Colón in Buenos Aires, wo er Komponieren und Dirigieren studierte. Er sang auch einige Jahre im Theaterchor. 1988 lernte er Horacio Amauri kennen, der ihm seine Gesangstechnik beibrachte und der ihm den Weg zum Erfolg wies.

Um seine Karriere als Opernsänger weiter voranzutreiben, zog José 1991 mit seiner Frau Silvia und dem kleinen Sohn José Ben nach Europa wo sie zunächst in Verona wohnten (inzwischen haben sie drei Kinder: José Ben, Yazmine und Nicolás). Von Verona aus zog die Familie nach Frankreich in die Nähe von Paris und seit einigen Jahren haben sie ihren aktuellen Wohnsitz in Madrid.
Im Jahr 1992 traf José den Tenor Vittorio Terranova, der ihm half, seinen italienischen Opernstil zu verbessern. Im folgenden Jahr debütierte er in Verona in der Rolle des Vaters in
Pollicino. Sein erster großer Durchbruch gelang ihm im März 1993 in Triest, wo er die Rolle des Jan in Bibaldo´s
Miss Julie sang. Seit damals blühte seine Karriere nicht nur in Italien auf (Turin, Genua, Palermo, Rom, Parma, Ravenna, Mailand, Bologna, Torre del Lago, Martina Franca und Verona) sondern auch in Amerika (Chicago, Los Angeles, San Francisco, Washington DC), Griechenland, London, Irland (Cork, Limerick und Dublin), Australien (Sydney und Melbourne), Wien, Amsterdam, Zürich, Deutschland (München, Stuttgart, Hamburg, Mannheim Berlin, Köln, Hannover und Frankfurt), Korea und Tokio.

Die Kritiker kündigten ihn als einen der Tenöre der 90er-Jahre an. Sein Debüt in London gab er 1995 in Verdi´s
Stiffelio, nachdem ein Kritiker schrieb: „… Cura ist eine wahre Entdeckung, ein Otello in Lauerstellung.“
Im Mai 1997 erfüllte sich diese Prophezeiung am Teatro Regio in Turin wo er erstmals den
Otello
unter der Leitung von Claudio Abbado mit den Berliner Philharmonikern, sang. Eine Aufführung bejubelt von den Kritikern und geliebt vom Publikum. Seit damals hat José Cura diese Rolle an vielen weltbekannten Schauplätzen gesungen. Im April 1999 gab er sein Operndebüt am Teatro Colón in Buenos Aires als Otello. Danach fügte er auch noch Schweden, Spanien und den Libanon seiner Liste hinzu.
1999 wurde José die Auszeichnung eines Ehrenprofessors der CAECE Universität in Buenos Aires verliehen und er wurde
Ehrenbürger der Stadt Rosario.
Seine ersten beiden Studioaufnahmen „Puccini Arias“ und „Anhelo“ erzielten sehr gute Rezensionen von Kritikern aus aller Welt. Seine lang erwartete erste vollständige Opernaufnahme
Samson et Dalila mit Olga Borodina wurde 1998 herausgebracht und sehr gut aufgenommen.
Manon Lescaut wurde im März 2000 veröffentlicht, und ist eine Live-Aufnahme der Mailänder Scala mit Maria Guleghina in der Titelrolle.
Im Juli 2000 sang José in der sehr erfolgreichen Aufführung der
La Traviata von Paris, die im Fernsehen übertragen und in über 100 Länder ausgestrahlt wurde. Ebenfalls im Jahr 2000 wurde José von der libanesischen Regierung zum Ritter „Chevalier de l´Ordre du Cedre“ geschlagen – dieser Titel ist gleichbedeutende dem englischen Titel eines Lord.

Neben dem Gesang setzte José seine Karriere als Dirigent fort und wurde erster Gastdirigent der Sinfonia Varsovia in Warschau.
Im Laufe des Jahres 2001 trat José als Otello in Wien, Paris, London, Athen, Nizza und Zürich auf. Eine Reihe von Konzerten in Deutschland, Italien und Ungarn waren ebenso umjubelt wie seine Auftritte als
Don Carlo und Cavaradossi in
Tosca. Es folgte eine Konzert-Tournee durch Japan bevor er nach Europa zurückkehrte, wo er in
I Pagliacci und
Il Trovatore auftrat. Im November 2001 dirigierte José ein Gala-Konzert mit der Sinfonia Varsovia in Warschau.
2002 trat José in
I Pagliacci in Wien,
Il Trovatore in London,
Otello in Zürich und
Samson et Dalila (konzertant) in London auf. Er gab umjubelte Konzerte begleitet von der Sinfonia Varsovia in Holland, Schweden, Italien, Taiwan, Russland und Ungarn. Des Weiteren produzierte er einige Aufnahmen mit seinem Orchester, darunter Rachmaninov´s 2. Symphonie und Aurora.
Im Jahr 2003 hatte José Auftritte als
Otello in Japan,
Don Carlo in Zürich und in
Tosca in Wien. Er gab sein Debüt an der Hamburger Staatsoper, wo er
Cavalleria Rusticana dirigierte und in
I Pagliacci sang – beides an ein und demselben Abend. Er trat in Konzerten in Tschechien auf, bei der Verdi-Gala in Parma sowie bei Konzerten in Regensburg und München. Im Sommer erfreute er das Publikum in der Arena di Verona, wo er sein Debüt in der Rolle des Calaf in
Turandot gab. Weitere Auftritte erfolgten in
Carmen und in einer Gala-Aufführung von
La Traviata. Im Herbst debütierte er in der
Herodiade in Wien und trat in Samson et Dalila an der Lyric Opera in Chicago auf.

2004 war er in
Andrea Chenier in Wien und
Samson et Dalila in London zu sehen und gab in Zürich sein Debüt als Dick Johnson in
La Fanciulla del West. Es ging weiter mit Auftritten in
Otello in Hamburg,
Carmen in Warschau,
Otello in Zürich und
Stiffelio in Zürich und Wien. Im weiteren Jahresverlauf gab er
I Pagliacci und
Andrea Chenier in Wien und war auf Konzert-Tournee in der Schweiz.
Während des Jahres 2005 trat er in
Il Corsaro (konzertant) in Barcelona auf und in
Samson et Dalila an der New Yorker Met. Im späten Frühling sang er
I Pagliacciin Berlin und Piacenza. Es folgten Auftritte in
Aida und
Turandot in der Arena di Verona. Maestro Cura triumphierte bei seiner Rückkehr zum Royal Opera House, London als Hauptdarsteller in
La Fanciulla del West im September und Oktober. Weiter ging es in Wien mit Auftritten in einer seiner frühen Opernrollen
Le Villi Ende Oktober und Anfang November.

Im Januar 2006 konnte man José in
Andrea Chenier in Bologna sehen (als Vorbereitung auf eine Japan-Tourne im Juni) und anschließend im Februar als
Otello in Barcelona. Im März, April und Mai trat José in Zürich in
La Traviata,
Stiffelio und
Turandot (Neuinszenierung) auf.
Im Mai folgten vier Aufführungen von
Le Villi in Wien und José dirigierte 4 Aufführungen von
Madama Butterfly. Die Tournee der Oper Bologna
Andrea Chenier wurde im Juni in Japan sehr gut aufgenommen. José war bei 6 Aufführungen im Juni und Juli als Canio in
I Pagliacci in der Arena di Verona besetzt, er sang aber auch den Turridu in
Cavalleria Rusticana als Ersatz für den ursprünglich geplanten Tenor. Die Kritiken für diese besondere Doppelrolle waren hervorragend.
Le Villi wurde im September in Wien wiederholt, gefolgt von
La Fanciulla del West an der Deutsche Oper Berlin. Die Rückkehr an die Metropolitan Opera in New York für Aufführungen von
Tosca wurde im Oktober und November bejubelt.
Don Carlos wurde erneut im November und Dezember in Zürich wiederholt, zusammen mit zwei weiteren Turandot-Aufführungen, und auch im Dezember in Wien.
José Cura begann das Jahr 2007 zunächst im Januar an der Deutsche Oper Berlin mit
I Pagliacci , einem Wohltätigkeitskonzert in Lisabon und
Otello in Mannheim. Im Februar reiste die Züricher Turandot-Inszenierung nach Shanghai, gefolgt von Le Villi in Genova im März und einer Spendengala in Köln.
Die ConneXion-Mitglieder treffen sich oft an den verschiedenen Schauplätzen. Warum sich nicht uns anschließen und José´s Karriere näher verfolgen?
Hier finden Sie José Cura´s Auftrittstermine.
Hier gibt es ein Aufführungsarchive mit José Cura´s Auftritten in den Jahren 2009, 2008, 2007 und 2006.